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Menschen gestalten ihr Leben nicht direkt

Eine der ersten Erkenntnisse, die zur Entwicklung des Modells der Inneren Architektur geführt hat, war eine scheinbar einfache Beobachtung:


Menschen gestalten ihr Leben nicht direkt.

Auf den ersten Blick klingt das widersprüchlich.

Natürlich gestalten wir unser Leben.

Wir treffen Entscheidungen.

Wir gehen Beziehungen ein.

Wir wählen Berufe.

Wir ziehen um.

Wir kündigen.

Wir gründen Unternehmen.

Wir verändern unseren Alltag.


Doch wenn wir genauer hinschauen, entsteht eine spannende Frage:

Was beeinflusst eigentlich die Entscheidungen, mit denen wir unser Leben gestalten?


Die sichtbare Ebene

Wenn wir das Leben eines Menschen betrachten, sehen wir zunächst die Ergebnisse.

Wir sehen den Beruf.

Die Partnerschaft.

Die Wohnsituation.

Die Gewohnheiten.

Die Entscheidungen.

Die Erfolge.

Die Herausforderungen.

Doch all das ist bereits das Ergebnis eines Prozesses.

Es ist die sichtbare Oberfläche.


Die Frage lautet deshalb nicht nur:

Was gestaltet dieser Mensch?

Sondern:

Was gestaltet den Menschen, der gestaltet?



Warum zwei Menschen unterschiedlich handeln

Stellen wir uns zwei Menschen vor.

Beide stehen vor derselben Entscheidung.

Beide verfügen über ähnliche Informationen.

Beide haben ähnliche Möglichkeiten.

Und dennoch entscheiden sie sich völlig unterschiedlich.

Warum?

Weil Entscheidungen selten allein auf Fakten basieren.

Sie entstehen aus der individuellen Wahrnehmung eines Menschen.

Aus seinen Erfahrungen.

Aus seinen Überzeugungen.

Aus seinen Bedürfnissen.

Aus seinen Werten.

Aus seinem Selbstbild.

Aus seinem aktuellen Zustand.

Jeder Mensch betrachtet dieselbe Situation durch eine andere innere Struktur.

Deshalb entstehen unterschiedliche Entscheidungen.


Wir handeln nicht unabhängig von unserer inneren Architektur

Viele Menschen versuchen ihr Leben zu verändern, indem sie ausschließlich auf ihr Verhalten schauen.

Sie möchten konsequenter werden.

Mutiger werden.

Gelassener werden.

Bessere Entscheidungen treffen.

Doch Verhalten entsteht nicht im luftleeren Raum.

Es wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die häufig unsichtbar bleiben.

Wenn wir nur das Verhalten betrachten, sehen wir oft nicht die Ursachen, aus denen dieses Verhalten entstanden ist.

Deshalb fühlen sich Veränderungen manchmal anstrengend an.

Nicht weil Menschen nicht wollen.

Sondern weil sie versuchen, ein Ergebnis zu verändern, ohne die dahinterliegende Struktur zu verstehen.


Die eigentliche Gestaltungsebene

Im Modell der Inneren Architektur entstand deshalb ein anderer Blick auf Entwicklung.

Menschen gestalten ihr Leben nicht direkt.

Sie gestalten ihr Leben über die Entscheidungen, die sie treffen.

Diese Entscheidungen entstehen aus ihrer inneren Architektur.

Je nachdem, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt, welche Erfahrungen ihn geprägt haben, welche Werte ihn leiten und welche Bedürfnisse in ihm wirken, wird er unterschiedlich handeln.

Das bedeutet:

Wenn sich die innere Architektur verändert, verändern sich häufig auch Entscheidungen.

Und damit verändert sich langfristig die Gestaltung des eigenen Lebens.


Warum dieser Gedanke wichtig ist

Für mich war diese Erkenntnis einer der Ausgangspunkte des gesamten Modells.

Denn sie verschiebt den Fokus.


Weg von der Frage:

„Wie kann ich mein Leben verändern?“

Hin zur Frage:

„Was beeinflusst die Entscheidungen, mit denen ich mein Leben gestalte?“


Denn vielleicht liegt der Schlüssel zur Veränderung nicht ausschließlich im Tun.

Sondern im Verstehen der inneren Struktur, aus der dieses Tun entsteht.

Genau an diesem Punkt beginnt die Arbeit mit der Inneren Architektur.



Wenn du mehr zu Entstehung wissen willst, lies hier den Artikel: Warum ich das Modell der inneren Architektur entwickelt haWarum ich das Modell der Inneren Architektur entwickelt habe oder hier geht es direkt zum Modell.

 
 
 

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